
Für Marken, Hersteller und Lieferanten werden zuverlässige Prüfungen zu einem wichtigen Bestandteil einer vorausschauenden Compliance-Strategie.
PFAS-Regulierungen nehmen in Europa Gestalt an
Mehrere aktuelle regulatorische Entwicklungen zeigen, wie schnell sich die Anforderungen verändern:
- EU: Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR)
Ab Mitte 2026 beschränkt die PPWR PFAS oberhalb definierter Konzentrationsgrenzwerte in Lebensmittelkontaktverpackungen. Dadurch rücken Materialien wie beschichtetes Papier, Verpackungsfolien und andere Anwendungen mit Lebensmittelkontakt verstärkt in den Fokus. - Frankreich: PFAS-Beschränkungen seit Januar 2026
Frankreich hat Beschränkungen für PFAS in ausgewählten Konsumgütern eingeführt, darunter Bekleidungstextilien, Schuhe und Imprägniermittel. Weitere Beschränkungen für Textilien sind ab 2030 vorgesehen, vorbehaltlich definierter Ausnahmen. - Dänemark: PFAS-Beschränkungen seit Juli 2026
Dänemark verbietet PFAS oberhalb des festgelegten Grenzwerts in Verbraucherbekleidung, Schuhen und bestimmten Imprägniermitteln. Es gelten spezifische Ausnahmen, unter anderem für bestimmte professionelle Anwendungen und Schutzausrüstungen. - Schweden: Nationales PFAS-Verbot für 2028
Schweden schlägt ein nationales PFAS-Verbot für ausgewählte Konsumgüter vor, darunter Bekleidung, Schuhe, Imprägniermittel, Kosmetika, Küchenutensilien mit Lebensmittelkontakt und Skiwachs. Die vorgeschlagenen Grenzwerte entsprechen den in Frankreich geltenden Werten sowie dem umfassenderen EU-Beschränkungsvorschlag. Bei einer Verabschiedung würden die Beschränkungen ab dem 1. Januar 2028 gelten und so lange in Kraft bleiben, bis eine EU-weite PFAS-Beschränkung wirksam wird.
Für Unternehmen, die in verschiedenen Märkten tätig sind, erhöhen diese Entwicklungen die Komplexität zusätzlich: PFAS-Anforderungen können sich je nach Land, Produktkategorie und analytischem Ansatz unterscheiden.
PFAS betrifft weit mehr als Textilien
PFAS werden häufig mit wasserabweisenden Textilien oder Outdoor-Bekleidung in Verbindung gebracht. Die Thematik reicht jedoch deutlich weiter.
Auch Beschichtungen, chemische Formulierungen, Polymere, Papier und Verpackungen können relevant sein. Deshalb ist es wichtig, nicht nur das Endprodukt zu betrachten, sondern auch zu analysieren, an welchen Stellen PFAS in die Lieferkette gelangen könnten.
TESTEX kann eine breite Palette von Materialien prüfen:
- Chemische Formulierungen wie Farben, Leime, Klebstoffe, Beschichtungen, Druckfarben und Reinigungsmittel
- Textilien und Gewebe wie Baumwolle, Wolle, Polyester und Polyamid
- Leder
- Polymermaterialien wie PA, PAN, PET und PP
- Zellulosebasierte Materialien wie Karton und Papier
- Kautschuke und Elastomere
- Schaumstoffe
- Lebensmittelkontaktmaterialien und Konsumgüter wie beschichtete Materialien, Verpackungsfolien und papierbasierte Behälter
Die richtige Prüfung für die richtige Fragestellung
Unterschiedliche Fragestellungen zu PFAS erfordern unterschiedliche analytische Ansätze. Die TESTEX PFAS Testing Solutions kombinieren deshalb drei sich ergänzende Methoden:
- Total Fluorine bietet einen effizienten Screening-Ansatz zur Bestimmung des gesamten Fluorgehalts eines Materials.
- Targeted PFAS Analysis identifiziert und quantifiziert definierte PFAS-Substanzen und unterstützt Prüfungen hinsichtlich regulatorischer Anforderungen und Restricted Substance Lists (RSL).
- Non-Targeted PFAS Analysis geht über vordefinierte Substanzlisten hinaus. Die fortschrittliche, von TESTEX intern entwickelte Methode nutzt hochauflösende Massenspektrometrie in Kombination mit einem Datenbank-Screening bekannter PFAS, um mehr als 10'000 PFAS-Verbindungen zu untersuchen.

Wie Unternehmen mit PFAS umgehen
Der Verzicht auf fluorierte Substanzen muss nicht zwangsläufig mit Einbussen bei der Produktleistung verbunden sein. TOKO zeigt beispielsweise, wie beides miteinander vereinbar ist.
Das Unternehmen hat ein Imprägnierprodukt neu formuliert, das zuvor unter Verwendung fluorierter Rohstoffe hergestellt wurde. Nach kontinuierlicher Optimierung erzielte das Produkt starke Ergebnisse in unabhängigen Verbrauchertests und erhielt 2025 unter anderem Anerkennung von Stiftung Warentest in Deutschland und Kassensturz in der Schweiz.
Die Änderung einer Formulierung ist jedoch nur ein Teil des Prozesses. Aussagen über Produkteigenschaften müssen durch belastbare Nachweise gestützt werden.
«Wenn wir behaupten, dass ein Produkt fluorfrei ist, müssen wir das überprüfen. Und diese Prüfung wird hier bei TESTEX durchgeführt.»
Für TOKO ist die Reduzierung fluorierter Substanzen auch eine Frage verantwortungsvoller Produktentwicklung.
«Aus chemischer Sicht unterstütze ich die Bestrebungen ausdrücklich, fluorierte Substanzen schrittweise aus Konsumgütern zu entfernen.»
Wissen, was in Ihrem Produkt steckt
Ob Sie ein Textil, eine Beschichtung, eine chemische Formulierung oder ein Verpackungsmaterial beurteilen möchten: Die richtige Prüfstrategie beginnt mit der richtigen Fragestellung.
TESTEX unterstützt Marken, Händler, Hersteller und Lieferanten mit unabhängigen PFAS-Prüfungen, die auf ihre Produkte, Zielmärkte und regulatorischen Anforderungen abgestimmt sind. So schaffen wir eine belastbare Grundlage für Compliance, Risikomanagement und mehr Transparenz in der Lieferkette.